Lehrpersonen

Sonja Reinthaler
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soremswbergch
(neu ab 1. August 2020)

Holzblasinstrumente

Oboe

Oboen werden aus Grenadill-, Buchsbaum- oder Ebenholz gebaut. Es gibt sogenannte voll- und halbautomatische Oboen. Neben der auf der ganzen Welt verbreiteten Bauform der französischen Oboe existiert auch die Wiener Oboe, die fast ausschließlich in Wien gespielt wird, beispielsweise im Orchester der Wiener Philharmoniker.

Die Tonerzeugung geschieht mit einem Doppelrohrblatt, das zwischen die nach innen gewölbten Lippen genommen wird. Weil der Oboenton sehr ausgeprägte Obertöne hat, ist sein Klang besonders deutlich hörbar. Daher hat es sich seit dem 19. Jahrhundert eingebürgert, dass einer der Oboisten vor Proben und Aufführungen den anderen Musikern den Ton a’ zum Einstimmen angibt.

Das Mundstück der Oboe, kurz «Rohr» genannt, wird vom Pfahlrohr (Arundo donax) gefertigt. Bei der Atemtechnik nimmt die Oboe unter allen Blasinstrumenten eine Sonderstellung ein. Mit keinem anderen Blasinstrument lassen sich mit einem einzigen Atemzug dermaßen lange Soli spielen wie mit der Oboe. Der Grund liegt in der Beschaffenheit des Mundstückes.

Die früheste Abbildung eines Oboenvorläufers stammt aus dem Jahre 3000 vor Christus. Schon während der Antike gab es oboenähnliche Instrumente wie den griechischen Aulos oder die römische Tibia. Die Bibel erwähnt ein offenbar oboenartiges Instrument namens Chalil.

Anwendung

Seit ihrer Entstehung wird die Oboe auch als Orchesterinstrument eingesetzt. Ab dem 17. Jahrhundert bis heute verfügt die Oboe in jeder Epoche über zahlreiche Literatur, sowohl im Solo- als auch im Kammermusikbereich. Neben dem klassischen Orchester wird die Oboe heutzutage auch in Blasorchestern, aber auch in der Popmusik oder in der Volksmusik verwendet.

Anforderungen

Die Oboe kann je nach Körperbau etwa ab dem siebten Lebensjahr erlernt werden. Eine musikalische Vorbildung mit Blockflöte ist ein Vorteil, aber nicht verpflichtend. Regelmässiges Üben verhilft zu einem schönen Klang und zur Stärkung der Lippenmuskulatur.

Zusatzfächer

Als Ergänzung zum Instrumentalunterricht wird die Belegung eines zusätzlichen Ensemblefaches empfohlen:

  • Orchester
  • Bläserensemble
  • Blasorchester
  • Volksmusikensemble